Unsere Reisen

Camper oder Wohnwagen? Oder, wie alles begann!

Hotel oder Campingplatz? Und wenn Campingplatz – Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt? Gibt es bei euch auch diese Diskussionen? Mir wurde das Campen sozusagen in die Wiege gelegt. Meine Eltern hatten einen Wohnwagen, so lange ich mich erinnern kann und für mich als Einzelkind war das perfekt. Kaum eine Stunde auf dem Campingplatz und schon hatte ich Freunde gefunden.

Als der eigene Führerschein schließlich da war, bin ich dem Campingplatz treu geblieben. Reisen mit dem Zelt war einfach die billigste Methode, etwas von der Welt zu sehen.

Dann allerdings kamen die Billigflüge dem Camper-Leben dazwischen. Ich wollte mehr als nur Europa erkunden, aus einer Freundin wurde eine Ehefrau und in dieser Zeit standen die Flugreisen klar im Vordergrund.

Mit einer eigenen Familie änderte sich der Fokus wieder und die Frage Campingplatz oder Hotel stand neu im Raum.

Auch unser Sohn ist ein Einzelkind und mit meinen guten Erfahrungen im Gepäck, haben wir uns für das Campen entschieden. Schnell war klar, das Zelt ist es nicht mehr. Aber was kommt unserer Art zu reisen näher: Ein Wohnmobil oder ein Wohnwagen? Bevor wir eine endgültige Entscheidung treffen wollten, haben wir also im Sommer 2010 ein Wohnmobil gemietet und uns auf eine Tour durch Österreich und Italien begeben.

Schnell wurde uns klar, wir sind keine Familie, die es liebt jeden Tag woanders zu sein. Zwei, drei Tage an einem Ort bleiben, um tiefere Eindrücke mitnehmen zu können, das passt besser zu uns.

Also haben wir uns gegen ein Wohnmobil entschieden. Im kommenden Winter ging es auf die Free Messe in München, Wohnwagen anschauen. Aber muss es unbedingt ein Neuer sein? Parallel zum Messebesuch haben wir eine Anzeige in diversen Webportalen geschaltet – „gebrauchter Wohnwagen gesucht“. Der Messebesuch war ein voller Erfolg. Unseren Traumwohnwagen gefunden, noch einen Messerabatt ausgehandelt, alles schien bereits unter Dach und Fach. Da klingelte am gleichen Nachmittag das Telefon. „Wir haben einen 20 Jahre alten Wohnwagen – er ist immer in der Scheune gestanden, trocken und nur einmal pro Jahr genutzt.“ Also ging es sofort zum Besichtigen des guten Stücks und zwei Stunden später waren wir Besitzer eines super günstigen, gebrauchten Wohnwagens.

Als unser Sohn das alte Teil sah und den direkten Vergleich zum neuen Wohnwagen hatte, kamen ihm die Tränen. Aber wir waren happy 15.000 Euro gespart zu haben. Später wurde die Liebe auch bei unserem Sohn geweckt. Die braune Farbe unseres Wohnwagens wurde bei ihm golden.

Wir steckten etwas Arbeit in unser neues Hobby – ein neuer Boden, neue Bezüge, neue Lampen und schon sah das gute, alte Teil von Innen richtig schick aus. In den kommenden Jahren bereisten wir Europa und die ganze Familie wurde zum Camping-Fan. Im Sommer 2014 entdeckten wir einen Campingplatz nur 30 Minuten von uns in München entfernt und nachdem wir in diesem Jahr nicht groß verreisen konnten, entschlossen wir uns, den kompletten Sommer unseren Wohnwagen an den Pilsensee zu stellen. Ein Sommer am See – unter diesem Motto standen die kommenden Jahre. Ein schöner Platz direkt mit Seeblick, den nicht nur wir genossen! Gerne kamen unsere Freunde, um einen Badetag mit uns zu verbringen. Natürlich fand dort auch so manches Fest statt

Als Ende 2018 der Bescheid kam, wir können unseren alten Platz nicht weiter buchen, waren wir alle zunächst sehr enttäuscht. Mit Freunden die Zeit am See zu verbringen, einen eigenen Badeplatz zu haben, jedes Wochenende in der Natur, das hatte der ganzen Familie gefallen.

Und dann ging alles schnell. An einem Samstag spontan zum Wohnmobilhändler gefahren, uns unzählige Modelle angeschaut, uns in einen Wagen verliebt und gleich gekauft. Wir waren selbst total überrascht, wie spontan alles über die Bühne ging.

Zwei Wochen später hatten wir unseren Wohnwagen verkauft und jetzt warten wir sehnsüchtig wenn unser neuer Pössl kommt. Nachdem unser Sohn dieses Jahr Volljährig wird und nicht mehr groß mit uns verreisen wird, beginnt nun eine neue Zeit, auf die wir uns wahnsinnig freuen. Die Wochenenden spontan verreisen zu können, im Urlaub sich einfach treiben lassen, mal spontan entscheiden, ob links oder rechts abgebogen wird. Wir sind gespannt auf unsere Zeit mit unserem Wohnmobil.

In unserem Blog wollen wir unsere Erlebnisse mit euch teilen. Unsere Reisen, den Camper Lifestyle und vieles mehr und wir würden uns freuen, wenn ihr uns begleitet.

Wie hat bei euch alles angefangen? Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Wohnwagen und Wohnmobil, oder seid ihr klarer Befürworter einer Seite? Wo sind die besonders schönen Ecken in Europa? Schreibt fleißig ins Kommentarfeld. 🙂
Uwe

2 Kommentare

  • Karen Heyer (Allegrias Landhaus)

    Hallo Uwe,
    Deine Frau hat die Werbetrommel gerührt und schon bin ich hier. Herzlichen Glückwunsch zum Blogbaby und zum Kauf! Wir nähern uns auf Radreisen gerade erst dem Campen an, nachdem das über Jahrzehnte nicht mehr stattgefunden hat. Momentan begleitet uns das Zelt, die Stufe mit dem Wohnwagen würden wir wohl überspringen wollen. Mir gefällt das Campingleben eigentlich ganz gut und wenn ich dann noch den Komfort eines Womo um mich hätte, wäre es perfekt. Im kleinen Zelt schläft es sich doch sehr unkomfortabel. Mal sehen, wann unsere erste Probetour (natürlich begleitet von unseren Rädern) stattfinden wird.
    Ich wünsche Euch hier viele Leser und viele Grüße
    Karen

    • Kai-Uwe

      Hallo Karen,
      schön, dass du unseren neuen Blog gefunden hast. Mit Zelten hätte ich bei Jutta auch kein Glück gehabt. Bei unserem ersten Urlaub haben wir das versucht und sind bei Dauerregen abgesoffen. 🙂 Da ist es doch mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen schon anders. Wenn da der Regen auf´s Dach prasselt, kann man das schlechte Wetter sogar genießen. Lass mal von dir hören, wenn ihr eure erste Probetour gemacht habt.
      Liebe Grüße Uwe

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