Nyhavn
Unsere Reisen

Einmal quer durch Dänemark 2 – Kopenhagen

Kopenhagen hat definitiv einen eigenen Post verdient, denn die Stadt ist wunderschön und hat so viel zu bieten. In knapp 2 ½ Stunden waren wir von Assens in Kopenhagen und haben uns dort für einen Campingplatz in Bröndby/Rödovre entschieden.

Kopenhagen

Camping in der Großstadt

Bröndby gehört nicht gerade zu den Highlights in Kopenhagen, aber das DCU-Camp „Absalon“ ist ein perfekter Ausgangspunkt, um Kopenhagen zu erkunden. Mit der S-Bahn ist man in 20 Minuten im Zentrum. Und wem der 15-minütige Fußmarsch zur Bahn zu weit ist, der kann auch mit dem Bus in die Innenstadt fahren.

Dazu verfügt der Platz über neue und saubere Sanitäreinrichtungen und direkt hinter dem Campingplatz befindet sich der Westwall, ein großes Erholungsgebiet mit dem Vestbadet einer Badeanlage, die wir Anfang November nicht mehr genutzt haben :).

Kopenhagen Highlights / Sehenswürdigkeiten

Wir haben Kopenhagen in zwei Tagen komplett zu Fuß erkundet und unser Schrittmesser hat über 30 km angezeigt, aber der Besuch war jeden Meter wert. Ich habe hier einmal unsere Highlights zusammengestellt:

Tivoli

Wir waren schon zweimal in Kopenhagen, haben es aber nie geschafft, den Tivoli zu besuchen. Deshalb stand er diesmal ganz oben auf unserer To-do Liste.

Mitten in der Innenstadt gelegen, ist der Tivoli der älteste Vergnügungspark der Welt. Bereits 1843 eröffnet, ist er bis heute eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.

Tivoli in Kopenhagen

Neben unzähligen Fahrgeschäften sind auch jede Menge Restaurants, Shops, Theater und Musikbühnen im Park. Selbst Anfang November war hier an einem Wochentag extrem viel los. Besonders nachts ist der Tivoli ein echter Hingucker – hier leuchtet alles.

Tivoli

Die Tageskarte für einen Erwachsenen kostet 130 Dänische Kronen, das sind in etwa 18 Euro.

Nyhavn

Nyhavn

Der Nyhavn ist ein weiterer Hot Spot in Kopenhagen, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Der Name täuscht allerdings. Denn der Kanal wurde bereits 1673 fertiggestellt. Mit seinen bunten Häusern und den vielen Restaurants, bei denen man bei den meisten direkt am Wasser sitzen kann, ein schöner Platz das Flair von Kopenhagen zu genießen.

Smörrebröd am Nyhavn
Smörrebröd am Nyhavn

Wir haben hier ebenfalls sehr lecker Smörrebröd gegessen. Hier findet ihr eine Liste der besten Restaurants am Nyhavn.

Nyhavn - Kopenhagen

Christiania

Jetzt kommen wir zu einem ganz besonderen Ort innerhalb Kopenhagens: der Freistadt Christiania. Aus Sicht der dänischen Behörden, handelt es sich um eine staatlich geduldete autonome Gemeinde.

Chrstiania
Hier geht´s in die Freistadt Christiania

Seit nunmehr über 40 Jahren ist das ca. 34 Hektar große ehemalige Militärgelände in den Händen von Alternativen, Aussteigern und ehemaligen Hippies und ist einzigartig in Europa.

Hippies in Chrstiania

Hier gilt kein dänisches Recht und die Polizei hält sich weitgehend aus den Angelegenheit der Gemeinschaft raus. Der Konsum von Marihuana ist hier erlaubt, harte Drogen, Gewalt und Waffen sind verboten. Soviel zur Theorie, die Praxis hat allerdings gezeigt, dass Drogendealer immer wieder versuchen die autonome Stadt für ihre Geschäfte zu missbrauchen.

Wir hatten das Gefühl, dass es sich gerade in der sogenannten „Pusher Street“ um Hardcore Amsterdam handelt. An unzähligen Tischen und Ständen wird einem Marihuana angeboten, es herrscht Fotografierverbot und ein süßlicher Duft ist überall zugegen.

Christiania - Kopenhagen

Im Laufe der Zeit hat sich die Gemeinschaft auch ökonomisch etabliert. Es gibt inzwischen Labels, die in ganz Dänemark vertrieben werden, weil sowohl Qualität, als auch Kreativität passt.

Christiania ist in jedem Fall einen Besuch wert!

Nörrebro

Nörrebro möchte ich hier als Tipp aufnehmen, weil sich dieses hippe, multikulturelle Viertel etwas außerhalb des Centrums befindet, aber trotzdem lohnenswert ist. Nordwestlich der Kopenhagener Seen findet ihr viele gehobene Restaurants und angesagte Cafes, aber auch den kleinen Kebab-Laden um die Ecke. Die Geschäfte sind weit weg vom Mainstream. Hier gibt es keine große Marken, sondern viel Second-Hand und kleine Labels.

Nörrebro

Wir waren besonders von den Torvehallerne begeistert, zwei Markthallen, die ein wahres Schlemmerparadies sind.

Die Torvehallerne in Kopenhagen

Auf visitcopenhagen.com findet ihr einen tollen Stadtteilführer mit vielen Tipps und Empfehlungen in Nörrebro.

Schloss Amalienborg

Schloss Amalienborg ist die Stadtresidenz der Königsfamilie mitten in Kopenhagen. Mitte des 18. Jahrhundert hatte der damalige König Frederik V den Wunsch nach einem Paradeplatz in der Hauptstadt, aber ihm fehlte das Geld. Also schenkte er vier reichen Adeligen den Grund, unter der Bedingung, dass jeder von ihnen auf einer Seite ein Rokoko Palais bauen sollte.

Schloss Amalienborg

Als im Jahr 1794 das Stadtschloss Christiansborg fast vollständig zerstört wurde und der neue König Christian VII obdachlos wurde, stellte eine der Adelsfamilie der Königsfamilie eines der Gebäude zur Verfügung. Im Laufe der Zeit erwarb das Königshaus alle Gebäude und Schloss Amalienborg wurde die offizielle Residenz. Der Neubau von Schloss Christiansborg hatte dann nur noch repräsentative Zwecke und beheimatet nun das Parlament und den obersten Gerichtshof.

Schloss Amalienborg - Wachablösung

Jeden Tag um 12.00 Uhr findet die Wachablösung vor der Residenz statt und die Soldaten wirken mit Ihren Bärenfellmützen sehr Britisch.

Ob die Königin im Schloss verweilt, erkennt man am gehissten Banner, der dann immer über Amalienborg weht.

Besichtigungsmöglichkeiten und Zeiten findet ihr hier.

Die Kleine Meerjungfrau

Die Kleine Meerjungfrau hat sich inzwischen zum Wahrzeichen Kopenhagens entwickelt. Die Figur ist aus einem Märchen von Hans Christian Andersen und sitzt seit 1913 auf einem Findling an Kopenhagens Uferpromenade „Langelinie“.

Die Kleine Meerjungfrau

Wir hatten Glück und haben sie auch zusehen bekommen. Das ist gar nicht so selbstverständlich, denn der kleinen Dame wurde bereits einige Male der Kopf oder ein Arm abgesägt. Im Jahr 2003 wurde sogar ein Sprengversuch unternommen, bei der sie vom Felsen stürzte.

Der Ströget

Wer shoppen gehen will, kommt neben Nörrbro natürlich auch an der Fußgängerzone in Kopenhagen nicht vorbei, die sich einmal quer durch die Innenstadt zieht. Angeblich ist der Strich, wie die Übersetzung von Ströget heisst, die längste Fußgängerzone Europas. Hier findet ihr wirklich alles: In der oberen Hälfte in Rathausnähe mehr die Souvenirläden und Fastfoodketten, je weiter ihr in Richtung Nytorv kommt, desto exklusiver werden die Schaufenster.

Der Störget
Einkaufsparadies Kopenhagen

Museen in Kopenhagen

Es gibt unzählige Museen in Kopenhagen. Wir hatten das Glück traumhaftes Wetter zu haben und so haben wir unsere zwei Tage komplett draußen verbracht und auf diese Art Kultur verzichtet. Ich habe allerdings eine tolle Seite gefunden, der die schönsten Kulturorte und Museen auflistet.

Wir waren begeistert von Kopenhagen und sind uns sicher, das war nicht der letzte Besuch hier. Wenn Ihr noch Tipps habt, die wir vergessen haben, schreibt sie in die Kommentare. Wir freuen uns.

Liebe Grüße
Uwe

Teil 1 unserer Dänemark Reise findet ihr hier.

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