Das Schloss in Cesky Krumlov
Unsere Reisen

Ganz China kennt Cesky Krumlov! Und Ihr?

Von München aus sind es nur 300 km in die Perle Südböhmens, aber glaubt Ihr, wir waren schon da? Nein! Erst als wir auf Instagram viele tolle Bilder fanden und gegoogelt haben, welcher Ort das den ist, sind wir von Cesky Krumlov aufmerksam geworden. Und wozu hat man nicht einen Camper, wenn man dann nicht auch ganz schnell loszieht. 🙂

Das Highlight in Südböhmen - Cesky Krumlov
Das Highlight in Südböhmen – Cesky Krumlov

Nach den Sommerferien hatten wir noch einige Tage Urlaub und haben uns für ein verlängertes Wochenende auf den Weg gemacht. Geplant haben wir nicht viel. Nur eben Cesky Krumlov musste es sein. Herausgekommen ist ein wundervoller Trip durch Südböhmen, mit vielen tollen Erlebnissen und Orten, die wir gerne mit Euch teilen wollen.

Südböhmen mit dem Wohnmobil
Südböhmen mit dem Wohnmobil

Der Lipno Stausee

Eigentlich wollten wir ja nach Cesky Krumlov, oder deutsch Krumau, aber beim Campen kommt es ja immer anders als man denkt. Bei Stanek Bubak stießen wir auf den Lipno Stausee und mussten diesen mit einer Fähre überqueren. Eine Fähre, auf der lediglich sechs Autos Platz hatten, mit unserem Pössl waren es nur mehr fünf. 🙂

Sonnenuntergang am Lipno Stausee

Auf der anderen Seite in Horni Plana angekommen, waren wir so begeistert von der Gegend, dass wir beschlossen hier zu bleibe. Gesagt, getan haben wir das Autocamp Jenisov angesteuert, direkt am Ortsende von Horni Plana.

Die Sonne genießen
Die Sonne genießen

Campen in Tschechien war wirklich ein tolle Sache. Völlig unkompliziert, waren alle Plätze offen, man suchte sich selbst den Platz, den man haben wollte und wenn man gefahren ist, hat man bezahlt. Wir sind also direkt an den See gefahren, haben unsere Stühle ausgepackt, ein Bier, ein paar Kracker und eine tschechische Salami rausgeholt und den herrlichen Abend genossen.

Brotzeit
Brotzeit

Der Platz war einfach aber super sauber. Die Besitzer haben für sechs Personen die Gastwirtschaft geöffnet und abends für uns gekocht und in der Früh ein tolles Frühstück gemacht. Daumen hoch! So lieben wir campen.

Morgennebel - manchmal lohnt sich das frühe Aufstehen
Morgennebel – manchmal lohnt sich das frühe Aufstehen

Der Lipno Stausee entstand übrigens bereits im Jahr 1059 und trägt den Spitznamen „Südböhmisches Meer“. Er wurde gebaut um Budejovice (Budweis) und Prag vor dem Moldau Hochwasser zu schützen und ist der größte See Tschechiens mit einer Tiefe von bis zu 21 Metern.

Ein Fischer-Paradies
Ein Fischer-Paradies

Cesky Krumlov – die Perle Südböhmens

Am nächsten Morgen haben wir uns dann auf den Weg gemacht zu unserem eigentlichen Reiseziel Cesky Krumlov. Der Ort hat nur ca. 13.000 Einwohner, aber die riesige Festung überragt das Städtchen majestätisch. Vom Schloss aus hat von den unterschiedlichsten Stellen einen Panoramablick über die ganze Stadt und die Moldau, die hier eine Flussschleife bildet und ganz Krumau einrahmt.

Das Schloss in Cesky Krumlov
Das Schloss in Cesky Krumlov

Wir waren Ende September, also außerhalb der Hochsaison hier und selbst da, waren tausende Touristen in der Stadt. Im Sommer ist das hier wahrscheinlich wie ein Ameisenhaufen, aber bei uns war es halb so schlimm. Und auf einen Bus Deutsche oder US Touristen, waren 20 Busse Chinesen unterwegs. Die haben Cesky Krumlov inzwischen wie Schloss Neuschwanstein in den festen Reiseplan für Europa integriert. Ganz China kennt also die Kleinstadt in Südböhmen und jetzt auch endlich wir. 🙂

Vom Lipno Stausee aus, waren wir ja bereits in einer halben Stunde in Krumau. Nachdem wir gerne zu Fuß in die Stadt wollten, haben wir uns zunächst nach einem Stellplatz für die Nacht umgesehen. Nur etwas mehr als 10 Minuten Fußmarsch vom Zentrum entfernt und direkt an der Moldau gelegen, haben wir das Kemp Krumlov entdeckt. Wieder nach dem gleichen Motto, war der Platz offen, wir haben direkt am Ufer der Moldau geparkt – einfach nur wunderschön.

Das Plätschern der Moldau direkt nebenan
Das Plätschern der Moldau direkt nebenan

Der Platz ist eigentlich nur für Zelte angelegt. Viele Kanutouren auf der Moldau halten hier an. Die sanitären Einrichtungen sind in Containern untergebracht – sehr einfach, aber auch sauber. Strom gab es auch keinen, aber das Rauschen der Moldau hat das alles wieder wettgemacht.

Dann ging es zu Fuß nach Krumlov und dieses Städtchen ist wirklich wunderschön und die vielen Empfehlungen auf Instagram hatten absolut recht. Das historische Zentrum, das Schloss, die imposante Mantelbrücke, mit der Seilbahn auf den Klet – hier kann man seinen Tag mit vielen Highlights gestalten.

Nachdem wir den ganzen Tag von Asiaten umgeben waren, haben wir uns entschlossen abends ein Vietnamesisches Restaurant My Saigon zu besuchen – wirklich lecker. Und den Absacker gab es im Apotheka – einer super tollen Bar, mit fantastischen Cocktails.

Ein "Penizilin" in der Apotheka Bar :)
Ein „Penizilin“ in der Apotheka Bar 🙂

Wir hatten viel gesehen, so dass wir uns abends entschlossen haben, am nächsten Tag weiterzufahren. Budejovice oder auf Deutsch Budweis wollten wir uns ebenfalls noch anschauen. Das und viele weitere Highlights gibt es dann in meinem nächsten Post. Ward Ihr schon in Cesky Krumlov? Wie hat es euch gefallen, was habt Ihr erlebt? Schreibt es uns in die Kommentare.

Liebe Grüße
Uwe

Hier geht´s zum 2ten Teil unserer Südböhmen-Reise:
Südböhmen Teil 2 – Von Bier und Ludwigs kleiner Schwester

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