Dänemark ist einfach hygellig
Unsere Reisen

Einmal quer durch Dänemark

Jedes Mal wenn ich durch Skandinavien reise, verstehe ich, warum hier die glücklichsten Menschen in Europa leben. Die Landschaft, das Meer, die Dörfer und Städte, die Menschen – hier passt einfach alles zusammen.

Das Hygge Gefühl

Hygge ist ein Begriff, der inzwischen auch in Deutschland angekommen ist. Er steht für Wohlbefinden und wird meist mit Dänemark in Verbindung gebracht, obwohl das Wort eigentlich aus dem Norwegischen kommt.

Bei unserer Reise quer durch Dänemark, sind wir auch immer wieder auf diese Hygge-Momente gestoßen. Wir fühlen uns hier einfach wohl. Das einfachste Beispiel ist für mich immer, wenn du Menschen triffst, die dir in die Augen schauen und lächeln. So einfach und es kommt doch so selten vor.

Das Hygge Feeling
Das Hygge Feeling

Ende Oktober haben wir uns also wieder einmal in unsere Lieblingsregion auf den Weg gemacht. Im Herbst nach Dänemark? Vielen haben uns im Vorfeld nicht verstanden, wie man in dieser Jahreszeit in den Norden fahren kann. Nachdem sie unsere Bilder gesehen haben, waren sie überrascht.

Einfach nur Wohlfühlen
Einfach nur Wohlfühlen

Wir wollten ans Meer, wollten keine großen Touristenströme und einfach nur die Ruhe genießen. Und es kam noch besser, wir hatten traumhaftes Wetter.

Römö – Strand, Strand und noch mehr Strand!

Startpunkt war die Insel Römö, das Kitesurfer Paradies mit seinen kilometerlangen Stränden. Hier kann man an vielen Stellen mit dem Auto/Wohnmobil direkt an den Strand, was wir bei Lakolk auch genutzt haben. Allerdings haben wir uns nicht getraut, dort auch zu übernachten. In Dänemark ist „wild campen“ verboten und als wir am nächsten Morgen wieder an den Strand zum Frühstücken gefahren sind, haben wir gesehen, dass unsere Entscheidung, uns einen Campingplatz zu suchen, die Richte war. Eine Polizeistreife war nämlich am Strand unterwegs.

Insel Römo
Endloser Strand

Übernachtet haben wir in den Römö Oasen, zwei künstlich aufgeschütteten Seen, mit kreisförmig angelegten Stellplätzen darum. Um diese Jahreszeit waren ganze vier Wohnmobile dort. Für knapp 25 Euro pro Nacht und Wohnmobil bekamen wir super saubere Toiletten und Duschen, Wasserversorgung und bei Bedarf gegen Aufpreis auch Strom dazu.

Ribe – die älteste Stadt Dänemarks

Nach unserem ausgiebigen Strandfrühstück und einem schönen Spaziergang ging es weiter ins nur 45 Minuten entfernte Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks. Eine echte Perle – bunte Fachwerkhäuser, eine riesige Kathedrale, eine schöne kleine Fußgängerzone, nette Cafes und Restaurants. Ribe war einfach nur schön.

Alte Königsstadt Ribe
Alte Königsstadt Ribe

Nur etwas mehr als 8.000 Einwohner zählt das Städtchen heute, aber in seiner Blütezeit um 1400 war es Königssitz und hatte den größten Hafen Dänemarks. Ribe ist „hygellig“ – und schon sind wir wieder bei diesem Begriff – unaufgeregt, gemütlich und einfach nur schön.

Der alte Hafen
Der alte Hafen

Was ihr nicht versäumen solltet, ist ein Blick vom Dom auf die Altstadt und das Wikinger Museum, dass den Werdegang der Stadt von der Wikingerzeit bis ins Mittelalter zeigt. Wer noch mehr Wikinger Abenteuerluft schnuppern möchte, der kann das in dem vor der Stadt liegende Ribe Viking Center. Hier waren wir allerdings zu spät dran, denn das Center hat nur bis Mitte Oktober geöffnet.

Einfach nur hygellig!
Einfach nur hygellig!

Wer nicht alleine durch das Städtchen schlendern möchte, kann sich auch einer Nachtwächter Tour anschließen, die kostenlos jeden Abend vom Danhostel, ca. 300 Meter von der Fußgängerzone, ohne Reservierung, stattfindet.

Assens – Hafenstadt am Keinen Belt

Weiter ging es am nächsten Morgen in Richtung Kopenhagen. Bevor wir uns allerdings in den Hauptstadt-Trubel stürzen wollten, wollten wir uns noch einen Tag Ruhe gönnen. Und so haben wir uns entscheiden auf der Insel Fünen einen Abstecher nach Assens zu machen. Warum Assens? Wir waren von Ribe so begeistert, dass wir einen ähnlich beschaulichen Ort gesucht und mit der Hafenstadt am Kleinen Belt auch gefunden haben.

Traumhafter Stellplatz am Yachthafen
Traumhafter Stellplatz am Yachthafen

Übernachtet haben wir direkt am Yachthafen. Nur 15 Minuten zu Fuß bis ins Zentrum. Ein Supermarkt liegt nur 5 Minuten entfernt – perfekt! Der Übernachtungspreis liegt bei 140 DKK. Gezahlt werden kann an einem Automaten direkt am Hafenbüro. Gegen einen Aufpreis kann man ebenfalls eine Karte erwerben, die einem die Benutzung der Sanitäten Anlagen ermöglicht.

Wir haben einfach nur die Ruhe und Beschaulichkeit genossen. An Sehenswürdigkeiten kann man allerdings Assens in Miniatur besichtigen. Das Assens Miniby. Außerdem fahren viermal täglich Autofähren auf die Insel Bogö, die sich für schöne Spaziergänge eignet. Und ganz in der Nähe findet ihr die Gutsanlage Hagenskov, die ursprünglich eine Burganlage war, von der allerdings nur noch ein altes Verlies übrig ist.

Ostsee Sonnenuntergang
Ostsee Sonnenuntergang

Von Assens ging es dann die Hauptstadt nach Kopenhagen, aber davon mehr in meinem nächsten Post.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Dänemark? Kennt ihr auch das Hygge-Gefühl? Schreibt mir.

Liebe Grüße
Uwe

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